Heute saß ich zum vierten Mal auf Henry. 💛
Schon bei der Vorbereitung wurde deutlich, dass Henry mit seinen Gedanken immer wieder nach außen abschweifte. Alles um ihn herum schien spannender zu sein als ich. Deshalb haben wir uns zunächst etwas Zeit genommen und ihn in der freien Bewegung mit ein paar aktiveren Aufgaben beschäftigt. So konnte er seinen Fokus wieder auf mich richten und mental bei unserer gemeinsamen Arbeit ankommen.
Erst dann bin ich aufgestiegen. Und ich war wirklich begeistert: Henry ging von Anfang an deutlich besser vorwärts als in den letzten Einheiten. Man merkt, dass er langsam versteht, worum es geht und immer mehr Vertrauen in die neue Aufgabe entwickelt.
Heute stand vor allem das Überstellen im Mittelpunkt. Schritt für Schritt lernt Henry, seinen Körper geschmeidiger zu bewegen und sich besser auszubalancieren. Als Nächstes wird es darum gehen, dass er lernt, den äußeren Zügel anzunehmen und seinen Rahmen darüber zu halten. Das fällt ihm allerdings nicht auf beiden Händen gleich leicht. Auf einer Seite gelingt es ihm schon deutlich besser, während die andere ihm noch einiges abverlangt.
Zwischendurch hatten wir immer wieder das Problem, den Zirkel wirklich groß zu halten. Henry zog es nach innen und machte den Kreis kleiner. Doch anstatt dagegen anzukämpfen, haben wir uns die Zeit genommen, das Problem in Ruhe zu lösen. Genau diese Momente sind für mich so wertvoll. Es geht nicht darum, möglichst schnell voranzukommen, sondern darum, dass Henry die Hilfen wirklich versteht und mitdenken kann.
Denn genau darin liegt unser Ziel: Nicht Perfektion, sondern ein Pferd, das versteht, Vertrauen fasst und mit Freude lernt – einen kleinen Schritt nach dem anderen.
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