Fütterung

Jedes Pferd verwehrte Futter auf individuelle Weise. Die einen sind gute Verwehrter und die anderen schlechte Verwehrter.

Pferde dürfen nicht zu dick und auch nicht zu dünn sein. Ich gehöre zu denen, die gerne zu viel füttern und damit unsere Pferde dick mache. Das ist aber gar nicht gesund und ziemlich unpraktisch bei sportlichen Aktivitäten. Mehr Masse lässt sich einfach schlechter bewegen und ausbalancieren als weniger Masse oder Masse, die aus Muskeln anstatt Fett besteht.

Zunächst haben wir probiert mit Heunetzen die Mengen zu reduzieren. Das Fresstempo konnten wir gut regulieren, aber die Menge war immer noch zu groß.

Daher probieren wir in diesem Jahr aus, die Heulage und das Heu genau abzuwiegen. Dazu benutzen wir Grasschnittsäcke und eine Waage. Die Nachbarn haben es sicher ganz lustig gefunden, mich mit der Waage und den Säcken zu beobachten.

Da wir Heu und Heulage füttern, muss man wissen, dass man unterschiedlichen Vorgaben nutzen muss. Aktuell rechnen ich beim Heu 1kg Heu pro 100kg Körpermasse und 1,5kg Heulage pro 100kg Körpermasse.

Solange die Pferde ihre optimale Figur noch nicht erreicht haben, werden wir diese Werte als Grundlage nutzen.

Stroh gibt es in Heunetzen dazu.

Schwierig wird sein, dass wir einen sehr guten Futterverwehrter dabei haben und eine Stute, die nicht so gut verwehrtet. Sollte die Stute abbauen, werden wir sie entweder mit Heucobs zu füttern oder sie muss eine bestimmte Zeit des Tages in einem Einzelbereich stehen und dort mehr Heu zusätzliches Heu bekommen.

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Wir füttern das Mineralfutter von Natural Horse Care.

Dazu gibt es das MSM.

Alle Pferde bekommen bei uns auch das Omega Balance Öl.

Wenn unsere Shire Horses Probleme mit Mauke haben oder so wie Luci ein Sommerekzem und Probleme mit der Lunge haben, füttere ich noch Zink zu.

Wenn ich Auffälligkeiten in den Gelenken bemerke, füttere ich noch Neuseeländische Lippmuscheln dazu.

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Ausbildung

Shire Horse haben genau wie alle anderen Pferde vier Beine, einen Kopf und einen Schweif. Sie wachsen auf ihre individuelle Art und Weise, manche harmonisch anderen haben mit massiven Balanceproblemen zu kämpfen. Am Ende entscheidet immer der individuelle Blick auf den aktuellen körperlichen und mentalen Statuts darüber, welches das nächste Ausbildungsziel sein sollte.

Am Anfang jeder Ausbildung und im gesamten Verlauf der Ausbildung steht die Beziehung zwischen Pferd und Mensch. Es gilt also herauszufinden, wie ich mit meinem Shire Horse eine gute Verbindung aufbauen kann. Ohne diese gute Beziehung funktioniert das Lernen deutlich schlechter. Vertrauen und eine klare Kommunikation sind dabei sehr hilfreich.

In einem alter vom Absetzen bis vierjährig würde ich persönlich eine Zeit in diese Beziehungsarbeit investieren. Dazu zählen für mich folgende Punkte, die eine gute Beziehung fördern:

  • gemeinsam Zeit verbringen
  • Putzen bzw. Kraulen mit dem Blick auf die Lieblingsstellen des Pferdes
  • Notwendigkeiten im Umgang mit dem Pferd (Tierarztbesuch, Hufschmiedbesuch etc.)
  • Führen und Folgen ohne gymnastizierende Aspekte
  • Umgebungserkundungen / Spaziergänge / Gegenstände erkunden
  • Spaziergänge im Blick auf Untergründe (flach, hügelig, weich, hart, etc.) kennen lernen

Das gemeinsame Spazieren gehen habe ich als sehr Beziehungsfördernd erlebt. Dafür muss allerdings zuerst eine Basis in der Führ- und Folgearbeit auf sicherem Gelände aufgebaut werden. Ohne ein sicheres Führen und Folgen können Ausflüge ins Gelände sehr schnell gefährlich werden.

In den Lernphasen ist jeder angehalten die Konzentrationsfähigkeit seines jungen Shire Horses genau zu beobachten. Ich übe mit meinem Pferd eher nach dem Motto “Weniger ist mehr” und setze kleine Ziele, die vom Pferd schnell erreicht werden können.

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In der Führ- und Folgearbeit basiert die gemeinsame Kommunikation auf der Körpersprache. In verschiedenen Positionen erkläre ich meinem Pferd, wann ich angehen, stoppen, geradeaus gehen, eine Wendung machen möchte oder rückwärtsgehen möchte. Das kann ich tun, indem ich neben meinem Pferd in der Führposition mit einer minimalen Distanz oder einer größeren Distanz. Außerdem kann ich rückwärts vor dem Pferd herlaufen und es folgen lassen.

Beim Folgen lassen geht es ganz intensiv darum, dass die beiden Vorderbeine mit den Schulter meinen eigenen Beinen folgen. Am Anfang laufen wir auf geraden Linien und wenden ab, ist das Pferd so weit werden gebogene Linien mit dazu genommen. Dabei nehme ich keinen aktiven Einfluss auf die Kopfposition. Meine Gerte dient dazu, die Schultern wieder auf meine Spur auszurichten, wenn sie verloren gehen. Merke ich, dass die Schultern arg nach innen oder außen laufen, müssen die gebogenen Linien angepasst werden und mit flacheren Bögen oder nur kurzen Phasen auf gebogenen Linien angefangen werden. Eine eindeutige Körpersprache ist die absolute Basis für die weitere gymnastizierende Ausbildung. Ziel ist, dass das Pferd nur anhand meiner Position von Schultern und Hüfte ablesen kann, ob wir gerade aus laufen oder eine gebogene Linie verfolgen. Die Gerte als sekundäre Hilfe soll überflüssig werden.

Neben diesem Folgen ist das Abstand halten bzw. das Tempo einhalten ein großer Themenblock. Das Pferd soll einen bestimmte Distanz zu mir einhalten und sich in seinem Tempo an meines angleichen. Wenn man kann achtet man darauf, dass man mit der Vorhand im Gleichschritt geht. Das ist allerdings je nach Shire Horse Größe schwierig.

Diese beiden Basics “Folgen auf geraden und gebogenen Linien” und das “Tempo bzw. Distanz einhalten” sind nach der Beziehung die nächsten Schlüssel zur weiteren Bodenarbeit.

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Allgemein

Diese häufig gestellte Frage wird ganz schnell so beantwortet: Sie heißen ja nicht umsonst Sanfte Riesen!

Nach einigen gemeinsamen Jahren des Zusammenlebens mit wenigsten zehn verschiedenen Shire Horses kann ich dieser Antwort nur bedingt zustimmen. Es gibt einen gemeinsamen Nenner, den alle Shire Horses haben: Sie suchen sich ihren Menschen aus und sie binden sich sehr eng an ihn.

Im Grundcharakter sind sie ebenso verschiedenen wie Menschen. Sie sind mutig, ängstlich, neugierig, zurückhaltend, selbstbewusst, schüchtern, selbstständig, unselbstständig, ausgeglichen, nervös etc. Man könnte an dieser Stelle alle Charaktereigenschaften aufzählen. 

Wie bei allen anderen Pferden verstärken sich die Charaktereigenschaften ins Positive oder Negative je nachdem wie mit Ihnen umgegangen wird.

Die Ausprägungen der Nervosität oder Schreckhaftigkeit sind im ihrer Sichtbarkeit sicherlich anders als bei einem hochblütigen Pferd mit einem ganz anderen Energielevel. Genau da ist auch der entscheidende Punkt. Ihre Charaktereigenschaften treten aufgrund ihrer sanften Art nicht prägnant ins Auge. Ruhiges verhalten bedeute nicht unbedingt eine ruhige Seele. Ich würde sagen, dass sich Shire Horse sehr beherrschen ihrem Menschen gegenüber. Aber es kann auch anders aussehen.

Meine erste Shire Horse Stute Laila war extrem ängstlich, was immer nur dann ein Problem wurde, wenn sie von mir getrennt etwas tun sollte. Waren wir unterwegs beim Ausreiten oder Spaziergang verließ sie sich voll und ganz auf mich. Wenn ich dabei war, wäre sie nie von meiner Seite gewichen. Einmal standen wir im Sturm im Wald. Die Bäume bogen sich wie verrückt. Sie zitterte am ganzen Körper, aber sie tat, was ich ihr sagte: stehen bleiben, weiter gehen, um drehen. Beim Verladen war das extrem anstrengend. Sie blieb im Anhänger solange ich dabei war, wollte ich aussteigen, drehte sie durch.

Luci ist auch ängstlich. Sie hat super sensible Sinne. Besonders hören und riechen sind bei ihr sehr aktiv. Sie hört und riecht jede Maus. Sie ist allerdings auch sehr selbstständig, so dass sie selber entscheiden möchte, ob man jetzt flieht oder bleibt, egal, was der Rest der Herde tut. Als sie noch jünger war, war sie Geräuschen und Gerüchen gegenüber noch recht neutral, so dass es kaum Probleme gab. Jetzt hat sie die Rolle des Sicherheitschefs in der Herde, aber sie ist kein Beschützer und kein Anführer. Sie meldet immer nur mögliche Gefahren und alle passen sich an. Für sie wäre es total gut, wenn es eine mutige  Stute in der Herde geben würde, die alle anführt. Diese Aufgabe muss ich in unserem täglichen Umgang übernehmen und ich musste er in diese Aufgabe hineinwachsen und Luci musste mir erst glauben, dass ich das kann.

Princess ist mutig und neugierig. Sie erschreckt sich, aber steigert sich nicht rein. Sie glaubt mir, wenn ich ihr sage, dass es keinen Grund zur Sorge gibt. Sie wird mit jeder Erfahrung, die sich machen wird, sicherer. Ihr Problem ist ein anderes. Ihr Ehrgeiz etwas richtig zu machen ist ebenso groß wie ihr Frust, wenn sie keinen Erfolg hat. Lernt sie etwas Neues und kommt nicht sofort dahinter wie es geht oder die Aufgabe war zu schwer, schlägt der Frust auch in Aggression um. Würde man sie ungerecht behandeln oder überfordern, hätte man bald ein Pferd, was aus Angst aggressives Verhalten zeigen würde.

Möhrchen ist so wie man sich einen typischen Shire vorstellt. Nie aufgeregt, immer entspannt. Neues geht sie mit ganz viel Ruhe an und wirkt dabei fast träge. Aber sie nimmt sich einfach nur Zeit für alles Neues. Das lernen dauert ein bisschen länger, aber sie ist nicht frustriert, gelangweilt oder verschreckt. Sie ist stets offen für das, was der Mensch mit ihr machen möchte.

Jessi ist schnell aus dem Häuschen. Berührt man sie ohne Ankündigung zuckt sie jedes Mal zusammen. Sie kann sie extrem in Angstsituationen steigern und steht mit erhobenem Schweif wie ein schnaubender Drache auf dem Paddock oder der Wiese. Wenn sie etwas nicht versteht wird sie fast hysterisch und entlädt sich in alle Richtungen. Allem neuen gegenüber ist sie super skeptisch. Eine schlechte Erfahrung brennt sich fest ein. Kommt sie einmal irgendwo den Stromzaun scheut sie dort noch mehrere Wochen. Bei ihrer Ausbildung ist ein absolut sensibles Vorgehen angebracht.

Conner ist sehr bescheiden und eins von den Shiren, die sich extrem gut beherrschen können. Obwohl er Angst hat reist er sich stehst zusammen. Er würde eher sterben als seinem Menschen zu widersprechen. Das darf man auf keinen Fall ausnutzen.

Henry ist distanzlos und würde jedem am liebsten auf den Arm springen. Er muss seine Grenzen kennen und ist jedes Mal total empört, wenn man ihm diese zeigt. Wie ein Kind im Spielrausch schlägt er eine Scheibe ein und versteht überhaupt nicht, wieso das alle anderen doof finden. Der Mutigste ist er nicht.

Moses –  der Papa von Henry, Conner und Princess – ist extrem souverän im Umgang mit Menschen. Sehr freundlich und höflich. Der sensibel in der Ausbildung, er brauchte damals eine leise und ruhige Ausbildung, mit ganz feinen Signalen, da er sehr genau seinen Menschen beobachtet. Conner ist ihm sehr ähnlich.

Melina war eine selbstbewusste Stute, die lieber in ihrer Herde war und nur zum Kraulen zum Menschen kam. In der gemeinsamen Arbeit habe ich sie nicht wirklich kennengelernt. Sie war recht sensibel und negative Erfahrungen prägten sie extrem. Beispielsweise lief sie immer davon sobald man eine Kamera auf sie richtet. Das Klickgeräusch der Kamera erinnerte sie wohl an den Stromzaun. Einmal ist sie beim Einsteigen auf der Rampe des Anhängers gerutscht, danach war es wohl sehr schwierig sie wieder zu verladen. In ihrer Herde hat sie damals eine andere Stute so vor den Kopf getreten, dass sie einen Schädelbasisbruch hatte.

Mystic kam sehr nach Melina. Was der Bauer nicht kennt, dass frisst er nicht. Obwohl sie sehr menschenbezogen war, wollte sie nicht einfach so tun, was der Mensch von ihr wollte. Sie braucht einen souveränen Menschen, den sie als kompetent einstuft. Unsichere   Menschen sind nichts für sie.

Shire Horses sind nicht einfach sanft. Sie haben einen vielfältigen und ausgeprägten Charakter, den man zu lesen wissen muss. Im Grunde sind sie alle sensibel und brauchen einen Menschen, der sie versteht. Ruhig heißt in ihrem Falle nicht unbedingt, dass sie nichts aus der Ruhe bringt, sondern, dass sie sich einfach nur sehr gut beherrschen können. Das sollte man als Mensch zu schätzen wissen.

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Wie jedes anderes Pferd kann man sagen, dass ein Shire Horse vom Rumstehen und Nichtstun „kaputt“ geht. Jeder weiß es, je mehr man sich bewegt, desto besser fühlt man sich, wird beweglicher. Je mehr man auf dem Sofa sitzt, desto steifer werden die Knochen.

Der Charakter des Shire Horses entscheidet über die Bewegung, die es braucht. Wichtig wie bei allen Pferden ist eine gute Durchlüftung der Lunge. Zweimal pro Woche sollte das Shire also ordentlich ans Atmen kommen. Schwierig ist eher, wie man es dabei bewegt. Einfach an der Longen scheuchen ist grundsätzlich für jedes Pferd ungesund, aber für ein Shire aufgrund seiner Größe und seines Gewichtes vermutlich schädlich.

Je nach Ausbildungsstand sind da Ausflüge ins Gelände zu Fuß, als Handpferd oder Reitpferd angesagt. Bergrauf bringt jeden ans Atmen. Wichtig ist nur, dass man darauf aufpasst, sie nicht außer Atmen zu bringen. Die Kondition muss im Auge behalten werden, lieber intensives Intervalltraining mit Ruhephasen einbauen. Klein Anfangen und kontinuierlich steigern.

Die andere Arbeit, die ein Shire braucht, ist die Ausbildung seiner Balance und Kraft.

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Im Grunde ist ein Shire Horse genauso ein Pferd mit vier Hufen, einem Kopf und einem Schweif. Grundlegenden Prinzipien der Ausbildung gelten hier ebenso. Wie bei jedem Pferd bzw. bei jeder Rasse entwickelt sich im Laufe der Ausbildung ein Individueller Ausbildungsweg mit entsprechendem Handwerkzeug.

In der akademischen Bodenarbeit wird eine gute Kommunikationskultur (Horsemanship) als Basis für eine gemeinsame und schöne Zeit mit dem Pferd aufgebaut. In der anschließenden gymnastizierenden Arbeit werden die Kommunikation über die Körpersprache mit den sekundären Hilfen des Schenkels und der Zügel mittels Gerte erklärt. Damit wird eine erste Formgebung erarbeitet, die das Pferd ins Gleichgewicht bringt und die beiden Hinterbeine ansprechbar machen, um sie unter den Schwerpunkt arbeiten zu können. Dadurch wird die Schulter frei und die Vorhand leichter, was bei einem schweren vorhandlastigen Pferd sehr wichtig ist.

Je nach Größe eines Shire Horses gestaltet sich besonders die rückwärts geführte Bodenarbeit als Herausforderung, ist aber keinesfalls unmöglich. Alle unterschiedlichen Positionen der akademischen Bodenarbeit sind möglich.

Hat das Shire eine gute Balance und Kraft entwickelt wird die Arbeit vom Sattel aus begonnen. Die Arbeit am Boden und im Sattel basieren auf den gleichen Hilfen und den gleichen Grundgedanken.

Die Balance und die Kommunikation stehen dabei immer im Vordergrund. Sind die Hilfen verstanden, kommt das Handwerkszeug der Seitengänge ins Spiel, um die Balance und Kraft auszubilden.

Die Ausbildung beginnt im Schritt. Habe ich eine gute Formgebung im Schritt erreicht, beginnt die Ausbildung im Trab. Diese Verläuft parallel am Boden und im Sattel. Ist eine gute Balance im Trab erreicht, ist die Grundlage für den Galopp geschaffen.

Die Ausbildung dauert ihre Zeit. Ich für meinen Teil habe niemanden, der mich treibt. Ich muss keine Schleifen und Preise gewinnen. Alles braucht seine Zeit und die bestimmt das Pferd. Natürlich auch meine eigene Zeit und meine eigene Fähigkeit. Meine Aufgabe ist es die Lernziele so abzustecken, dass sie gut erreichbar sind und das Pferd motivieren. Das Pferd bestimmt das Tempo, immer!

Immer wieder die Basis zu prüfen und auszubessern ist dabei ein wesentlicher Aspekt. Was in der Basis nicht stimmt, holt dich irgendwann wieder ein.

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Pflege des Behangs

Tag 1: Sebacil

In einer Giftspritze setze ich eine Sebacillösung an (5L Wasser mit 10ml Sebacil). Mit dem Sprühkopf kann ich direkt auf die Haut sprühen. Vom Kronrand bis zum Ellenbogen bzw. Knie wird großzügig die Lösung aufgetragen. Auf keinen Fall darf danach das Sebacil ausgewaschen werden.


Kann man bei Real kaufen. Link

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Tag 2 – 6/9: Waschen mit Octenisan

In der ersten Woche wasche ich täglich mit Octenisan. Mit einem Eimer Wasser und einem Schwamm lassen sich die Beine schnell einschäumen. Das Octenisan kann ganz leicht ausgewaschen werden. Die Wunden werden desinfiziert, Bakterien und Pilze abgetötet. Das Mittel sorgt dafür, dass die Haut nicht austrocknet sondern geschmeidig bleibt.

Anschließend massiere ich auf die offenen Stellen das Öl von Peticare. Das hilft zusätzlich gegen Pilze und Milben und lindert den Juckreiz. Die offenen Stellen werden geschmeidig gehalten, so dass keine Haut einreißen kann.

In das Langhaar knete ich medizinisches Weißöl ein. Das Öl erschwert den Milben das Festhalten an den Haaren. Außerdem greift das Öl das Chitinpanzer der Milben an.

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Tag 7 oder 10: Erneutes Einsprühen mit Sebacil

Die Sebacilbehandlung wiederhole ich mindestens zweimal. Solange es offene Stellen gibt wird wöchentlich weiterbehandelt. Erst wenn sich keine neuen Stellen mehr bilden, stelle ich das Einsprühen mit Sebacil ein.

Anschließend reduziere ich die Waschungen mit Octenisan auf einen Zweitages Rhythmus und beobachte die Haut genau. Nach einer Woche reduziere ich die Waschungen auf drei Tage. Anschließend wasche ich nur noch einmal pro Woche. Schließlich probiere ich mich auf einem zwei Wochen Rhythmus einzustellen.

Medikamente

Eine regelmäßige Gabe von Wurmkuren kann helfen den Milbenbefall einzudämmen. Ivermectin wirkt auch auf Milben. Der Wirkstoff kann auch gespritzt werden, allerdings ist mir das Risiko zu groß.

Fütterung

Eine Abdeckung mit einem guten Mineralfutter ist mit oder ohne Mauke Pflicht.

Ich füttere das Mineralfutter von Natural Horse Care und MSM. Zusätzlich gibt es Zink. 

Manche schwören darauf Schwefelblüte zu füttern. In dem MSM von Natural Horse Care ist Schwefel enthalten. Daher habe ich bisher keine Schwefelblüte extra gefüttert. Habe aber schon überlegt es vielleicht Kurweise zu probieren.

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Shire Horse haben genau wie alle anderen Pferde vier Beine, einen Kopf und einen Schweif. Sie wachsen auf ihre individuelle Art und Weise, manche harmonisch anderen haben mit massiven Balanceproblemen zu kämpfen. Am Ende entscheidet immer der individuelle Blick auf den aktuellen körperlichen und mentalen Statuts darüber, welches das nächste Ausbildungsziel sein sollte.

Am Anfang jeder Ausbildung und im gesamten Verlauf der Ausbildung steht die Beziehung zwischen Pferd und Mensch. Es gilt also herauszufinden, wie ich mit meinem Shire Horse eine gute Verbindung aufbauen kann. Ohne diese gute Beziehung funktioniert das Lernen deutlich schlechter. Vertrauen und eine klare Kommunikation sind dabei sehr hilfreich.

In einem alter vom Absetzen bis vierjährig würde ich persönlich eine Zeit in diese Beziehungsarbeit investieren. Dazu zählen für mich folgende Punkte, die eine gute Beziehung fördern:

  • gemeinsam Zeit verbringen
  • Putzen bzw. Kraulen mit dem Blick auf die Lieblingsstellen des Pferdes
  • Notwendigkeiten im Umgang mit dem Pferd (Tierarztbesuch, Hufschmiedbesuch etc.)
  • Führen und Folgen ohne gymnastizierende Aspekte
  • Umgebungserkundungen / Spaziergänge / Gegenstände erkunden
  • Spaziergänge im Blick auf Untergründe (flach, hügelig, weich, hart, etc.) kennen lernen

Das gemeinsame Spazieren gehen habe ich als sehr Beziehungsfördernd erlebt. Dafür muss allerdings zuerst eine Basis in der Führ- und Folgearbeit auf sicherem Gelände aufgebaut werden. Ohne ein sicheres Führen und Folgen können Ausflüge ins Gelände sehr schnell gefährlich werden.

In den Lernphasen ist jeder angehalten die Konzentrationsfähigkeit seines jungen Shire Horses genau zu beobachten. Ich übe mit meinem Pferd eher nach dem Motto “Weniger ist mehr” und setze kleine Ziele, die vom Pferd schnell erreicht werden können.

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Category: Ausbildung

In der Führ- und Folgearbeit basiert die gemeinsame Kommunikation auf der Körpersprache. In verschiedenen Positionen erkläre ich meinem Pferd, wann ich angehen, stoppen, geradeaus gehen, eine Wendung machen möchte oder rückwärtsgehen möchte. Das kann ich tun, indem ich neben meinem Pferd in der Führposition mit einer minimalen Distanz oder einer größeren Distanz. Außerdem kann ich rückwärts vor dem Pferd herlaufen und es folgen lassen.

Beim Folgen lassen geht es ganz intensiv darum, dass die beiden Vorderbeine mit den Schulter meinen eigenen Beinen folgen. Am Anfang laufen wir auf geraden Linien und wenden ab, ist das Pferd so weit werden gebogene Linien mit dazu genommen. Dabei nehme ich keinen aktiven Einfluss auf die Kopfposition. Meine Gerte dient dazu, die Schultern wieder auf meine Spur auszurichten, wenn sie verloren gehen. Merke ich, dass die Schultern arg nach innen oder außen laufen, müssen die gebogenen Linien angepasst werden und mit flacheren Bögen oder nur kurzen Phasen auf gebogenen Linien angefangen werden. Eine eindeutige Körpersprache ist die absolute Basis für die weitere gymnastizierende Ausbildung. Ziel ist, dass das Pferd nur anhand meiner Position von Schultern und Hüfte ablesen kann, ob wir gerade aus laufen oder eine gebogene Linie verfolgen. Die Gerte als sekundäre Hilfe soll überflüssig werden.

Neben diesem Folgen ist das Abstand halten bzw. das Tempo einhalten ein großer Themenblock. Das Pferd soll einen bestimmte Distanz zu mir einhalten und sich in seinem Tempo an meines angleichen. Wenn man kann achtet man darauf, dass man mit der Vorhand im Gleichschritt geht. Das ist allerdings je nach Shire Horse Größe schwierig.

Diese beiden Basics “Folgen auf geraden und gebogenen Linien” und das “Tempo bzw. Distanz einhalten” sind nach der Beziehung die nächsten Schlüssel zur weiteren Bodenarbeit.

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